Parodontitistherapie

Die Parodontitis (Parodontose) ist eine von Bakterien verursachte Erkrankung, die zu Entzündungen und Zerstörung des Zahnhalteapparates führt. Zahnfleischbluten und gerötetes Zahnfleisch sind erste Anzeichen einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Unbehandelt führt diese Gingivitis zur Erkrankung des gesamten Zahnbettes (Paradontisis) durch Bildung von Zahnfleischtaschen. Der den Zahn haltende Knochen baut sich ab, die Zähne beginnen zu wackeln, als Endstadium droht der Zahnverlust. Wird diese Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt, kann der Prozess gestoppt werden.

Was unser Team dagegen tun kann:

Nur durch eine konsequente Analyse, sowie ein auf Sie abgestimmtes Behandlungs- und Betreuungsprogramm können wir eine vorliegende Entzündung zum Stillstand bringen und den Abbau des Stützgewebes stoppen. Dieses geschieht in mehreren Stufen, wobei sich unser Hauptanliegen auf die Mundhygiene konzentriert, denn ein sauberer Zahn wird selten krank.

Die Mundhygiene unterteilt sich dabei in zwei Bereiche:

1.Bereich: Mundhygiene zu Hause
2.Bereich: Mundhygiene in der Praxis (Professionelle Zahnreinigung / Prophylaxe)

Die Mundhygieneprogramme in der Praxis sind dabei von entscheidender Bedeutung. Sie führen schrittweise zur Besserung des Krankheitsbildes bzw. zur Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnbettes und sind eine unerlässliche Voraussetzung für eine sinnvolle und erfolgreiche Paradontitistherapie. Ohne intensives Mitwirken des Patienten, dessen konsequente Aufklärung zur Ursache und Folgen des Krankheitsbildes, ist eine Therapie mit Langzeiterfolg undenkbar.

Deswegen führen wir eine Vorbehandlung in mehreren Schritten durch:

Erster Schritt ist die genaue Untersuchung der Mundhöhle und insbesondere des Zahnfleisches. Es werden überstehende Kronen und Füllungränder beseitigt, um Schlupfwinkel und Nischen für bakterielle Beläge zu beseitigen. Sie werden genauestens über die Ursachen und die Folgen der Krankheit aufgeklärt.

Zweiter Schritt ist eine professionelle Zahnreinigung und eine ausgiebige Instruktion, was Sie als Patient zur Besserung des Krankheitsbildes tun können, denn ohne Ihre Mitarbeit ist eine weiterführende Therapie zwecklos.

Als dritter Schritt wird die häusliche Mundhygiene kontrolliert und optimiert, eventuelle neue Beläge werden beseitigt. Dann erfolgt eine Vermessung aller Zahnfleischtaschen und es wird festgelegt, welche Zähne nach der Vorbehandlung noch zu therapieren sind.

Nun folgt die Hauptbehandlung:

Bei der Hauptbehandlung werden die Zahnfleischtaschen mit speziellen Hand- und Ultraschallinstrumenten gereinigt. Dies erfolgt unter lokaler Betäubung des Zahnfleisches. Hierbei werden feste Beläge (Konkremente) von der Wurzeloberfläche gelöst, damit sich das Zahnfleisch wieder als straffe Manschette um die Zahnwurzel legen kann. Dieses Vorgehen ist schmerzlos und auch in der Heilungsphase ist mit kaum merklichen Beschwerden zu rechnen.

Ein und zwei Wochen nach dieser Behandlung erfolgt eine Kontrolle und eine Nachpolitur, denn Beläge sollten ganz besonders in der Heilungszeit beseitigt werden, um eine ungestörte Heilung und den Behandlungserfolg zu sichern.

Nach 8-10 Wochen erfolgt ein erneutes Vermessen der Zahnfleischtaschen und es wird entschieden, ob eventuell eine weiterführende Therapie (z.B. Mikroinvasive Regenerative Therapie mit Membranen oder Schmelzmatrixproteinen „Emdogain“) notwendig wird oder Sie als nun gesunder Patient in die dauerhafte „Erhaltungsphase“ einsteigen.

Als Behandlungsgrundlage dienen die aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie.

Sie haben Fragen zu dieser Behandlungsmethode, dann erreichen Sie uns telefonisch unter 0821- 15 60 29.  Oder Sie nutzen einfach unser Kontaktformular auf dieser Webseite…